Krankheiten und Verletzungen



Erkrankungen des Harntrakts

Ein Organsystem, das beim Kaninchen häufig von Erkrankungen betroffen ist, ist der Harntrakt. Wenn man bedenkt, wie viele Kaninchenbesitzer Frischfutter nicht als Haupt-, sondern allenfalls als Beifutter betrachten - häufig aus Angst vor angeblichen Erkrankungen, die "bei übermäßiger Fütterung" auftreten könnten - , ist es keineswegs verwunderlich, dass der von Natur aus auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr angewiesene Harntrakt diverser Hauskaninchen früher oder später Schaden nimmt.

Erkrankungen treten meist in Form von Grieß- und Steinbildung auf, hervorgerufen dadurch, dass infolge geringer Wasseraufnahme eine unzureichende "Durchspülung" der Nieren und der ableitenden Harnwege vorliegt.

Blasenentzündungen sind oftmals Folge eines - meist ebenfalls aus Flüssigkeitsmangel resultierenden - zu seltenen Urinabsatzes, gehen aber auch sehr häufig aus Haltungsfehlern hervor, wie z.B. Unterkühlung durch fehlende Bewegungsmöglichkeiten (meist bei im Freien lebenden Kaninchen, die nachts in Ställe gesperrt werden), mangelnde Hygiene sowie eine durch jegliche Haltungs- und Fütterungsfehler hervorgerufene allgemeine Immunschwäche.

Auch Niereninsuffizienzen werden durch Flüssigkeitsmangel begünstigt. Sie sind gerade bei älteren Kaninchen keine Seltenheit. Eine ebenfalls häufige Ursache stellt hier der Einzeller Enzephalitozoon Cuniculi dar, der bei jungen und alten Kaninchen gleichermaßen zu schweren Krankheitsbildern führt.

INFO: Enzephalitozoonose

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